Beiträge von Peres

Zu den Wurzeln der Sportgemeinschaft

Manchmal ist ein Blick zurück wertvoller als die Aussicht in die Zukunft. Und manchmal sagen wenige Bilder mehr als eintausend Worte. Getreu dem Motto machten wir uns an einem der wenigen frühlingshaften Tage des Jahres auf, um zu den tiefsten Wurzeln, dem Gründungsort unserer Sportgemeinschaft zurückzukehren. Nicht um den „Mythos Dynamo“ festhalten zu können, nicht um ein Mekka aller Dynamofans zu konstruieren, sondern um ein Stück dynamische Fußballgeschichte wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Laut und dreckig ist es, als man in den Mittagsstunden am Filmtheater Schauburg vorbei läuft. Kein Wunder, denn das Kino ist an der Ecke Königsbrücker Straße – Bischofsweg, zweier viel befahrener Straßen gelegen. Der ganze Lärm, welcher durch die großen LKWs verursacht wird, kann dennoch nicht vom markanten, rot-braunen 20er Jahre Bau ablenken, welcher in der Sonne einen ganz besonderen Charme entwickelt. Eingeengt durch die durchgehenden Straßenzüge steht es da, nahezu unbeachtet. Die für damalige Gebäude typische „Tempelfront“ ist das einzige was erahnen lässt, dass hier „etwas Großes“ geschehen sein muss. 1927 erbaut, den Bomben des Zweiten Weltkrieges entgangen, war dies eben auch der Ort an dem die Gründungsveranstaltung der SG Dynamo Dresden abgehalten wurde und der Oberstleutnant der Volkspolizei, Heinz Tillich zum ersten Vorsitzenden ernannt wurde. Das sind die geschichtlichen Fakten, und heute? Heute ist es nur ein etwas heruntergekommener Bau, in dem Eis und Konzert-Karten verkauft und alternative Filme auf Großleinwand gezeigt werden. Bis auf ein kleines an die Wand gekritzeltes „SGD“ gibt es keinerlei Verbindungen zwischen dem Verein und seinem Geburtsort. Kein Museum, keine Statue und nichteinmal eine winzige Gedenktafel. Es stellt sich die Frage der Notwendigkeit: Braucht man ein historisches Relikt oder ein anderes Machwerk um an seine Wurzeln zu erinnern? Würde eine Gedenktafel, eine Statue, ein Schaufenster nicht auch irgendwann unbeachtet vor sich hin vegetieren? Fakt ist, dass vor allem die jüngeren Generationen der Dynamofans keinerlei Bezug zum Gründungsort unserer SGD haben. Das Wissen über den eigenen Anfang dürften die meisten dieser Generationen erst aus der Choreografie der Ultras vom Februar des letzten Jahres gegen den MSV Duisburg haben, als der Gründungsgeschichte bezeichnenderweise auf einem dargestellten „Filmabschnitt“ gedacht wurde.

Tradition wächst aus Geschichte. Geschichte braucht Gedenken. Gedenken braucht einen Ort. In diesem Sinne geben wir hiermit ein Stück Tradition weiter, ganz unscheinbar, ganz klein, aber dennoch ganz dynamisch.

Wer die Fotostrecke auf Papier sehen will, dem sei die neue Ausgabe der NACHSPIELZEIT ans Herz gelegt. Neben der Fotostrecke sind dort noch sehr gute Texte rund um unseren Geburtstag zu finden.

In eigener Sache: Bewusst wurde auf eine Markierung der Bilder verzichtet, um die Fotostrecke so unberührt wie nur möglich zu belassen. Wir werden ganz sicher nicht das ganze Internet durchforsten, ob die Bilder in irgendeiner Weise andere Seiten schmücken – dennoch bitten wir, bei etwaigem Interesse, an dieser Stelle um kurze Rücksprache mit uns: allezlesjaunes@web.de

In diesem Sinne: 60 Jahre SG Dynamo Dresden!

Von Fragen und Antworten


Frage


Antwort


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Antwort

FC Sankt Pauli von 1910 (H)

Sa, 06.04.2013, 13.00 Uhr
2. Bundesliga, 28. Spieltag
SG Dynamo Dresden – FC Sankt Pauli von 1910 3:2 (0:0)
Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden
29.193 Zuschauer

Unverhofft kommt eben doch manchmal. Aus 0:2 mach‘ 3:2.

1. FC Köln (H)

Mo, 18.03.2013, 20.15 Uhr
2. Bundesliga, 26. Spieltag
SG Dynamo Dresden – 1. FC Köln 0:2 (0:0)
Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden
27.284 Zuschauer

Von großen und kleinen Wunderkerzen.

FC Erzgebirge Aue (A)

So, 10.03.2013, 13.30 Uhr
2. Bundesliga, 25. Spieltag
FC Erzgebirge Aue – SG Dynamo Dresden 1:0 (1:0)
Erzgebirgsstadion, Aue
14.150 Zuschauer

Es gibt Orte an denen wirklich was los ist und es gibt den Schacht.